Auf Bundes- und europäischer Ebene wird derzeit über eine mögliche Einschränkung der sogenannten befallsunabhängigen Dauerbeköderung (BUD) diskutiert. Dabei geht es um die Frage, ob bestimmte Wirkstoffe, sog. Koagulantien, künftig noch vorbeugend für die Bekämpfung von Ratten und Mäusen eingesetzt werden dürfen. Die vorbeugende Dauerbeköderung mit Koagulantien ermöglichte es Betrieben bislang, Schädlingen frühzeitig wirksam vorzubeugen, bevor ein Befall entsteht. Fällt diese Möglichkeit weg, könnten wirksame Maßnahmen erst greifen, wenn bereits ein konkreter Befall festgestellt wurde. Experten haben darauf hingewiesen, dass dann mit einer vermehrten Ausbreitung von Schadnagern zu rechnen ist. Die Lebensmittelkontrolleure müssten Betriebe, in denen sie Schadnager antreffen, sofort und bis auf Weiteres schließen, was hohe Umsatz- und Ertragseinbußen, vernichtete Rohstoffe und Lebensmittel, zusätzliche Kontrollen, erhebliche Zusatzkosten, Unternehmensinsolvenzen und Entlassungen in der gesamten Lebensmittelwirtschaft zur Folge haben könnte.
Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks setzt sich gemeinsam mit anderen Branchenverbänden dafür ein, dass dies verhindert wird, bewährte Präventionsmaßnahmen weiterhin möglich bleiben und die besonderen Anforderungen von Lebensmittelbetrieben berücksichtigt werden.
Um die Bedeutung des Themas für die Betriebe zu unterstreichen, bittet der Zentralverband die Mitgliedsbetriebe darum, die Bundestags- und EU-Abgeordneten ihres Wahlkreises direkt auf das Thema anzusprechen. Auch wenn die Entscheidung formal von EU- und Bundesbehörden getroffen wird, können Hinweise aus der Praxis dazu beitragen, dass sich politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Berlin und Brüssel gegenüber den zuständigen Behörden für praktikable Lösungen einsetzen.
Nutzen Sie dazu unser Musterschreiben, und wenden Sie sich damit bitte an die Bundestags- und EU-Abgeordneten, die für Ihren Wahlkreis zuständig sind!
Das Musterschreiben finden Sie unterhalb.
Stand: 11. März 2026