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Wirtschaftspolitische Debatte: „Für ein Handwerk mit Zukunft“

Faire Wettbewerbsbedingungen, weniger Bürokratie und bessere Perspektiven für das Handwerk: Im Deutschen Bundestag wurde vergangene Woche überraschend intensiv über Anliegen diskutiert, die das Bäckerhandwerk seit langem fordert. Im Mittelpunkt stand dabei auch die Abschaffung des sogenannten „Sonntagsbackverbots“, ein Thema, das inzwischen parteiübergreifend als Wettbewerbsnachteil für Handwerksbäckereien erkannt wird.

Das Bäckerhandwerk stand in der vergangenen Sitzungswoche im Deutschen Bundestag überraschend stark im Mittelpunkt einer wirtschaftspolitischen Debatte. Die Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte einen Antrag mit dem Titel „Für ein Handwerk mit Zukunft“ ins Plenum eingebracht. Darin greifen die Grünen zahlreiche Forderungen auf, die auch für das Deutsche Bäckerhandwerk von zentraler Bedeutung sind, darunter insbesondere die Aufnahme des Bäckereihandwerks in den Ausnahmekatalog des § 10 Abs. 1 ArbZG. Konkret fordern die Grünen, „das sogenannte ‘Sonntagsbackverbot’ für Handwerksbäckereien, wie im Koalitionsvertrag angekündigt, umgehend aufzuheben, um die Wettbewerbsfähigkeit des Bäckerhandwerks gegenüber industriellen Backbetrieben zu stärken, und diese Aufhebung mit verbindlichen Schutzvorgaben für die Beschäftigten zu verbinden“. In der Begründung des Antrags heißt es ausdrücklich, Handwerksbäckereien seien durch die geltende Regelung strukturell benachteiligt. Nicht nur im Antrag, sondern auch in der Bundestagsdebatte wurde deutlich, dass das Thema Sonntagsbackverbot von der Politik inzwischen als Wettbewerbsnachteil für das Deutsche Bäckerhandwerk erkannt wurde. So hieß es von Staatssekretärin Gitta Connemann ausdrücklich: „Und wir brauchen eine Öffnung bei der Sonntagsarbeitszeit. Gut, dass das im Koalitionsvertrag genau so verankert ist.“ Der Antrag wurde zur weiteren Beratung an die Ausschüsse überwiesen. Der Zentralverband begrüßt ausdrücklich, dass zentrale Anliegen des Bäckerhandwerks inzwischen fraktionsübergreifend im Deutschen Bundestag diskutiert werden.

Stand: 9. Juni 2026

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