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Gute Nachricht zum Tag des Deutschen Brotes: Zahl der Azubis im Bäckerhandwerk steigt erneut

Berlin, 30. April 2026. Der Tag des Deutschen Brotes am 5. Mai wird deutschlandweit von tausenden Handwerksbäckern gefeiert. Zur Würdigung der deutschen Brotkultur und als Symbol handwerklicher Backtradition überreichte ZV-Präsident Roland Ermer dem Bundeskanzler Friedrich Merz den traditionellen Brotkorb. Zum Tag des Deutschen Brotes vermeldet das Bäckerhandwerk zugleich Gutes: Die Zahl der Azubis in den Berufen Bäcker/in und Bäckereifachverkäufer/in sind um 11,9 Prozent auf insgesamt 11.389 gestiegen. 

Am 5. Mai feiern die Deutschen Innungsbäcker den Tag des Deutschen Brotes. Traditionell wird dem Bundeskanzler zu diesem Anlass ein Brotkorb überreicht. Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Bäckerhandwerks, überbrachte Bundeskanzler Friedrich Merz einen reich gefüllten Brotkorb als Symbol für die einzigartige deutsche Brotkultur und die Leistungen des Bäckerhandwerks. Der Kanzler zeigte dabei ein offenes Ohr für die Anliegen des Bäckerhandwerks und würdigte die Bedeutung des Bäckerhandwerks: 

„Unsere Brotkultur ist ein Stück Identität unseres Landes. Das Bäckerhandwerk verbindet Tradition mit Zukunft und ist eine starke Säule des Mittelstands. Zugleich leistet die Branche eine beeindruckende Ausbildungsarbeit, dafür verdienen die Bäckerinnen und Bäcker große Anerkennung“, so Bundeskanzler Friedrich Merz. 

Beim Besuch im Bundeskanzleramt präsentierte Präsident Roland Ermer zugleich aktuelle Zahlen zur Ausbildungsstatistik im Bäckerhandwerk. Demnach sind die Zahlen der Ausbildenden der Bäcker/innen um 12,1 Prozent auf 4.593 gestiegen. Auch im Bereich Bäckereifachverkauf ist die Zahl um 11,8 Prozent auf 6.668 Auszubildende gestiegen. Insgesamt befanden sich damit 11.389 junge Menschen in einer Ausbildung im Bäckerhandwerk. Mit diesem Wachstum stehen die Ausbildungsberufe im Bäckerhandwerk gegen den bundesweiten Trend, nach dem die Zahl der Ausbildungsverträge um insgesamt - 2,1 Prozent abnahm.

„Die Trendwende bei den Ausbildungszahlen im Bäckerhandwerk setzt sich erfreulicherweise fort – das ist eine sehr gute Nachricht für das Bäckerhandwerk und zeigt, dass unsere Branche gerade bei jungen Menschen attraktiv ist. Dieser Erfolg ist kein Zufall, sondern das Ergebnis kontinuierlicher Arbeit, starker Ausbildungsbetriebe und eines großartigen Engagements vieler Ausbilderinnen und Ausbilder für Ausbildung und Zukunft“, so Roland Ermer.  

In den vergangenen Jahren hat der Zentralverband und seine Landesverbände im Bereich Nachwuchs- und Fachkräftesicherung ein umfangreiches Maßnahmenpaket gestartet: Dazu zählen vor allem eine intensive Öffentlichkeitsarbeit für das Bäckerhandwerk und seine Berufe und Karrierechancen, darunter die Kampagne „Back Dir Deine Zukunft“ und der Azubi-Campus, aber auch die deutliche Erhöhung der Ausbildungsvergütungen sowie die Rekrutierung von Auszubildenden aus dem Ausland, insbesondere aus Vietnam.

Besonders dynamisch entwickelte sich die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge: Mit insgesamt 5.463 Neuverträgen lag sie um 14,3 Prozent über dem Vorjahr. Im Bereich Bäcker wurden 2.235 Neuverträge abgeschlossen, was einem Plus von 17,9 Prozent entspricht. Auch im Bereich Bäckerei-Fachverkäufer/in zeigt sich ein klares Wachstum: Die Neuverträge legten um 11,7 Prozent auf 3.163 zu. 

Ein Blick in die Statistik zeigt zugleich, dass sich die Ausbildungsstruktur der jungen Menschen im Bäckerhandwerk differenziert entwickelt: Während der Anteil von Auszubildenden ohne Hauptschulabschluss leicht zunahm, stieg zugleich der Anteil der Abiturienten. Dies zeigt die wachsende Attraktivität des Bäckerhandwerks in allen Bildungsgruppen.

„Die aktuellen Zahlen zeigen: Das Bäckerhandwerk gewinnt wieder an Attraktivität und bleibt ein zentraler Pfeiler der beruflichen Bildung in Deutschland. Dem Bäckerhandwerk ist es gelungen, das vorhandene Nachwuchspotenzial in Deutschland stärker zu mobilisieren und zusätzlich die Chancen des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes für sich zu nutzen“, so Ermer abschließend. 

Über den Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Der 1948 gegründete Zentralverband vertritt die deutschen Innungsbäcker auf lokaler und regionaler sowie Bundes- und EU-Ebene. Als Spitzenverband des backenden Gewerbes in Deutschland verfolgt er die Interessen von deutschlandweit über 9.600 Betrieben mit knapp 240.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von 16,27 Milliarden Euro in Bäckereien und Konditoreien. Der Zentralverband setzt sich auf allen politischen Ebenen gemeinsam mit den Landesinnungsverbänden und den Bäckerinnungen für die Interessen seiner Mitglieder ein und sichert bzw. verbessert so die unternehmerischen Rahmenbedingungen der deutschen Innungsbäcker. Auch die Förderung des Nachwuchses ist ein zentraler Punkt in der Verbandsarbeit. Mit Initiativen wie „Bäckman“ oder „Back dir deine Zukunft“ werden gezielt Kinder und Jugendliche auf den Beruf des Bäckers aufmerksam gemacht. Genuss- und backinteressierte Verbraucher können sich zudem über die sozialen Kanäle und die Internetseite der Innungsbäcker www.innungsbäcker.de rund um die Themen Brot, Backwaren und das Bäckerhandwerk informieren. Der Zentralverband wird durch das Präsidium des Bäckerhandwerks mit Roland Ermer als Präsidenten sowie dem Hauptgeschäftsführer Dr. Friedemann Berg vertreten. Weitere Informationen zum ZV unter: www.baeckerhandwerk.de.

Susan
Hasse
Pressereferentin