Berlin, 7. Mai 2026. Ein Abend im Zeichen der Deutschen Brotkultur: Zahlreiche Gäste aus Branche und Politik kamen in Berlin zusammen, um Vielfalt, Qualität und Zukunft des Deutschen Bäckerhandwerks zu feiern. Höhepunkt war die feierliche Ehrung der neuen Brotbotschafterin Katarina Barley, die der Veranstaltung einen besonderen Glanz verlieh.
Anlässlich des Tags des Deutschen Brotes am 5. Mai lud der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks am gestrigen Abend nach Berlin, um mit zahlreichen Gästen aus der Branche, Politik sowie Partnern aus dem Lebensmittelhandwerk die Deutsche Brotkultur zu feiern. In festlich-rustikalem Ambiente kamen Bäckerinnen und Bäcker, Vertreter von Verbänden, Presse sowie politische Entscheidungsträger zusammen, um die Bedeutung des deutschen Brotes als Kulturgut und Wirtschaftsfaktor zu würdigen. Bundesernährungsminister Alois Rainer, der aus terminlichen Gründen nicht vor Ort sein konnte, richtete sich als Schirmherr der Veranstaltung in einem Video-Grußwort an die Gäste und betonte, dass sein klares Ziel sei, das Bäckerhandwerk und die Ernährungswirtschaft zu entlasten: „Dabei setzen wir ganz besonders auch auf konsequenten Bürokratieabbau, denn in diesen fordernden Zeiten braucht es Freiräume und Vertrauen in die Menschen statt immer neuer Hindernisse. Ich setze mich ein für mehr unternehmerische Freiheit und verlässliche politische Rahmenbedingungen, damit Sie mehr Zeit für das Wesentliche haben: die Arbeit in der Backstube.“
Roland Ermer, Präsident des Zentralverbandes, bekräftigte in seiner anschließenden Rede die bisherige gute Zusammenarbeit mit dem Bundesminister und mahnte gleichzeitig an die Politik gerichtet: „Auch wenn das Bäckerhandwerk beliebt ist, brauchen wir in vielerlei Hinsicht klare Antworten. Vor allem aber bitte ich Sie: Lassen Sie uns arbeiten, schenken Sie uns Vertrauen, denn wir wollen mitwirken, um Rahmenbedingungen zu verbessern. Sie können sich sicher sein: Wir sind die Guten, und so wollen wir auch behandelt werden.“ Roland Ermer dankte dem scheidenden Brotbotschafter und ZDH-Präsidenten Jörg Dittrich, der in seiner Amtszeit mit viel Optimismus und Charme Deutschlands Innungsbäckereien besuchte und sich immer wieder öffentlichkeitswirksam und erfolgreich für die Belange der Branche einsetzte.
Der Höhepunkt des Abends war die feierliche Ehrung der neuen Brotbotschafterin: Unter großem Applaus wurde die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Dr. Katarina Barley in ihr Ehrenamt eingeführt. In ihrer Antrittsrede hob die SPD-Politikerin die Vielfalt der deutschen Brotkultur hervor und kündigte an, sich mit großem Engagement für die Interessen und die Sichtbarkeit des Deutschen Bäckerhandwerks auch auf europäischer Ebene einzusetzen: „Ich möchte dazu beitragen, dass das Bäckerhandwerk auch in Europa mit seinen Forderungen gehört wird, und werde Bäckereien immer wieder zum Thema machen.“
Im Anschluss an den offiziellen Teil eröffnete der Zentralverband den Brotmarkt, der mit Partnern aus dem Lebensmittelhandwerk für kulinarische Erlebnisse sorgte. Neben Tasting-Stationen mit Wein- und Käsevariationen erfreute auch die Nationalmannschaft des Deutschen Fleischerhandwerks die Gäste mit erlesenen Speisen. Dazu präsentierte der Deutsche Brauer-Bund eine passende Auswahl an Bierspezialitäten. Den Abschluss des Abends versüßte der Deutsche Konditorenbund mit einer feinen Dessert-Auswahl und einer Torte, die von Roland Ermer und Katarina Barley angeschnitten wurde. Für beeindruckende Momente sorgten unterdessen Lilly Jahn und Jonah Rosentreter, die den Gästen ihr Schaustück präsentierten, mit dem sie den dritten Platz bei der Juniorenweltmeisterschaft erzielten.
Ermer resümierte abschließend: „Die große Resonanz und die positive Stimmung heute Abend bestätigen die Bedeutung unserer Branche. Längst ist unsere Veranstaltung auch bei unseren politischen Gästen ein fester Teil im Terminkalender. Noch nie durften wir so viele Gäste begrüßen, die den persönlichen Austausch zwischen Branche und Politik zu etwas ganz Besonderem gemacht haben und dazu beitragen, langfristige Partnerschaften weiter zu stärken.“