Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat in Abstimmung mit Bundeskanzler Friedrich Merz veranlasst, dass das bundeseigene Energieunternehmen SEFE zusätzliches Gas einlagert. Bis Mitte Dezember sollen weitere acht Milliarden Kilowattstunden Gas eingespeichert werden. Damit will die Bundesregierung vorsorgen, falls es im Winter zu Lieferproblemen kommt. Eine Gasmangellage droht auch nach Einschätzung der Bundesnetzagentur derzeit nicht. Die Behörde bewertet die Versorgung als stabil und das Risiko von Engpässen als gering. Deutschland erhält Gas inzwischen aus verschiedenen Quellen, unter anderem über Pipelines und Flüssiggas-Terminals. Die Speicher sind deshalb nur ein Teil der Gasversorgung. Dennoch beobachtet die Bundesnetzagentur die niedrigen Füllstände aufmerksam.
Für Betriebe geht es dabei nicht nur um die Frage, ob ausreichend Gas zur Verfügung steht. Mindestens ebenso wichtig ist der Preis. Denn wenn Gas teurer wird, steigen auch die Kosten für das tägliche Backen. Gerade Betriebe mit gasbetriebenen Öfen können diese zusätzlichen Ausgaben nicht ohne Weiteres auffangen. Die Bundesregierung hat die Gasspeicherumlage bereits zum Jahresbeginn abgeschafft, um Unternehmen und Verbraucherinnen und Verbraucher bei den Energiekosten zu entlasten. Gleichzeitig wird über weitere Maßnahmen zur Absicherung der Gasversorgung beraten. Dabei muss aus Sicht des Zentralverbands darauf geachtet werden, dass zusätzliche Kosten nicht erneut bei den Betrieben landen. Sichere und bezahlbare Energieversorgung ist und bleibt eine zentrale Forderung an die Politik. Der ZV setzt sich auch weiterhin dafür ein, dass sich unsere Betriebe darauf verlassen können, dass die Backöfen auch im Winter laufen können und Energie zu wirtschaftlich tragbaren Preisen verfügbar bleibt.
Stand: 15. Oktober 2026