Plötzlich funktioniert nichts mehr: Die Öfen lassen sich nicht steuern, das Kassensystem ist gesperrt und auf den Bildschirmen erscheinen Forderungen eines Erpressers. Was wie ein Filmszenario klingt, ist längst Realität. Laut einer aktuellen Bitkom-Studie waren 97 Prozent aller Unternehmen im Jahr 2025 von Diebstahl, Sabotage oder Spionage betroffen. Viele Betriebe haben den Angriff nicht einmal bemerkt.
Auch Bäckereien geraten zunehmend ins Visier: Cyber-Kriminelle nutzen gezielt Schwachstellen in den IT-Systemen kleiner und mittelständischer Betriebe aus. Die Folgen können gravierend sein: Produktion, Auslieferung und Abrechnung stehen still. Im schlimmsten Fall ist die Existenz des Betriebes gefährdet.
In einem Webinar, zu dem der Zentralverband seine Mitgliedsbetriebe lud, berichteten Sebastian Brücklmaier von der Bäckerei Konditorei Brücklmaier und Bernd Kütscher von der Bäckerei Die Lohners von ihren Erfahrungen und Vorkehrungen. Auch die ehemalige Brotbotschafterin und parlamentarische Staatssekretärin des Bundeswirtschaftsministeriums Gitta Connemann bekräftigte die Relevanz des Themas. Marian Blok vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und Paul Fuhrmann von der Signal Iduna informierten die Konferenzteilnehmer über Möglichkeiten beim Cyber-Schutz.
Es gilt: Vorsorge ist der beste Schutz.
- Beschäftigen Sie sich mit dem Thema Cybersicherheit.
- Öffnen Sie keine E Mails oder Links unbekannter Absender.
- Sensibilisieren und schulen Sie Ihre Mitarbeitenden.
- Halten Sie Ihr IT-System mit regelmäßigen Updates aktuell.
- Schützen Sie Ihr Netzwerk mit einer Firewall und regelmäßigen Datensicherungen.
Die Broschüre „Cybersicherheit für KMU“ des BSI bietet einen leicht verständlichen Einstieg und viele praktische Tipps für kleine und mittlere Unternehmen.
Stand: 19. August 2026