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22. Dezember 2017

Zentralverband vermeldet positive Ergebnisse - Meilensteine 2017 im Bäckerhandwerk

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Berlin, 22.12.2017 – Zum Jahresabschluss blickt der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. zufrieden auf die erzielten Ergebnisse im Jahr 2017 zurück. Auch in Zukunft wird sich der ZV intensiv für die Interessen der deutschen Innungsbetriebe einsetzen.

Der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V. hat sich auch 2017 dafür stark gemacht, die Rahmenbedingungen für das Bäckerhandwerk weiter zu verbessern. Dabei standen die Umsetzung der Energiewende, der Fachkräftemangel, das Arbeitszeitgesetz und die Acrylamidverordnung weit oben auf der Agenda des Verbandes. „Die Ergebnisse, die wir in diesem Jahr erzielt haben, sind ein zusätzlicher Ansporn für das Jahr 2018. Wie bisher werden wir uns gemeinsam mit der Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks für die Belange der Innungsbäcker engagieren und dem Handwerk so einen starken Rückhalt geben“, betont Hauptgeschäftsführer Daniel Schneider.

Der Zentralverband hatte vehement auf die steigenden Kostenbelastungen durch die EEG-Umlage hingewiesen. Durch dieses Engagement wurde die Finanzierung der Energiewende zum Fokusthema in der Öffentlichkeit. Gleich zu Beginn des Jahres übte der Bundesrechnungshof (BRH) ebenfalls Kritik an der Umsetzung der Energiewende, wodurch sich der ZV in seinem Anliegen bestätigt fühlt. „Auch in Zukunft werden wir uns für eine gerechte und bezahlbare Energiewende und für die Entlastung von Privathaushalten und Unternehmen bei den Energiewendekosten einsetzen“, verspricht Daniel Schneider.

Der Fachkräftemangel im Bäckerhandwerk war 2017 ein zentrales Thema und wird auch 2018 starke Relevanz für die Verbandsarbeit haben. Um dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken, hat der ZV eine Reihe von Maßnahmen in den Verbandsgremien angedacht und begonnen, z.B. die Neugestaltung der Webpräsenz der Nachwuchskampagne „Back dir deine Zukunft“ durch die Werbegemeinschaft des Deutschen Bäckerhandwerks e.V., die Herausgabe von Handlungshilfen für die Ausbildung sowie für die Beschäftigung von Flüchtlingen sowie eine Reform der Ausbildungsverordnung für den Beruf „Fachverkäufer/in“.

Auf Drängen des Zentralverbandes unternahm die Große Koalition in der ersten Jahreshälfte für das Bäckerhandwerk einen politischen Vorstoß zur Verlängerung der im Arbeitszeitgesetz festgeschriebenen maximalen Sonntagsarbeitszeiten für Beschäftigte in der Herstellung von Backwaren. Dabei schlug das Bundesarbeitsministerium eine Ausweitung auf fünf Stunden vor, bezogen auf das gesamte Unternehmen, per Tarifvertrag. Doch diesen Vorschlag lehnten die Landesinnungsverbände – die im Bäckerhandwerk bei Arbeitszeitthemen Tarifpartner sind – als nicht weitgehend genug ab - und damit auch der Zentralverband. „Wir kämpfen darum, dass die Arbeitszeiten an Sonn- und Feiertagen auf acht Stunden betriebsbezogen ausgeweitet werden – und zwar unmittelbar kraft Gesetz, unabhängig von einem Tarifvertrag. Denn ansonsten kommen wir nicht wirklich zu einer Verbesserung“, sagt Verbandspräsident Michael Wippler.

In der zweiten Jahreshälfte stimmte der Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (ENVI) des Europäischen Parlaments dem Entwurf einer Acrylamidverordnung der EU-Kommission zu. Die Forderung nach einem Höchstwert für Acrylamid konnte abgewendet werden, was kleine und mittlere Betriebe entlastet. Für den Zentralverband ist klar, dass ein solcher Höchstwert dramatische Konsequenzen für Mitgliedsbetriebe gehabt hätte. „Vor möglichen Folgen wie öffentliche Produktrückrufe, die bis in gravierende Imageverluste münden könnten, konnten wir unsere Bäckereien schützen. Für die Umsetzung der vorgesehenen Maßnahmen werden wir unseren Mitgliedsbetrieben eine einfache und rechtssichere Hilfestellung bereitstellen“, erklärt Daniel Schneider.

Eine Vielzahl der Themen, für die sich der Zentralverband intensiv eingesetzt hat, bleibt 2018 weiterhin auf der Agenda. Der Verband wird sich so zum Beispiel weiter für einen Abbau der Bürokratie einsetzen, um insbesondere kleine und mittlere Bäckereien zu entlasten. „Zusätzlich sollen die Begriffe ,Bäcker‘ und ,Bäckerei‘ geschützt werden, damit Verbraucher Handwerksbäckereien eindeutig von Backshops, Tankstellen & Co. unterscheiden können. Eine weitere Herausforderung wird sein, dass wir uns für die Schaffung eines zeitgemäßen Arbeitszeitrechts sowie für eine Reform der GRW-Förderung einsetzen, um derzeit bestehenden Wettbewerbsverzerrungen zum Nachteil von Innungsbetrieben entgegenzuwirken“, erklärt Schneider.

Pressekontakt:

Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks e.V.

Michael Wippler, Präsident
Daniel Schneider, Hauptgeschäftsführer

Tel: (030) 20 64 55-0
E-Mail: zv@baeckerhandwerk.de
Internet: www.baeckerhandwerk.de