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Umfrage zu den Auswirkungen der Corona-Krise

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die deutsche Wirtschaft insgesamt und natürlich auch auf das Bäckerhandwerk sind schon jetzt erheblich. Erwartet werden muss zudem, dass die wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise in den kommenden Wochen weiter zunehmen werden.

Um ein aktuelles Bild über die Auswirkungen auf die Betriebe im Handwerk und damit auch im Bäckerhandwerk zu erhalten, werden durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks in den kommenden Wochen regelmäßige Onlinebefragungen durchgeführt.

Wichtig: Solange die wirtschaftlichen Herausforderungen infolge der Corona-Krise anhalten, wird die Onlinebefragung regelmäßig unter diesem Link erreichbar sein: https://zdh-umfragen.de/corona/. Die nächste Umfrage startet am 02.04.2020 und endet am 05.04.2020. 

Die Befragungsergebnisse sind wichtig für die Ableitung von notwendigen politischer Maßnahmen. Über die Ergebnisse werden wir regelmäßig auf dieser Seite informieren.

Ergebnisse der ZDH-Umfrage zur Corona Ausbreitung (23.03 -25.03.2020)

Um die Folgen der Corona-Pandemie für die Handwerkswirtschaft besser beurteilen zu können, hat der ZDH gemeinsam mit vielen Fachverbänden und Handwerkskammern die Betriebe zu deren Auswirkungen auf die aktuelle Geschäftstätigkeit befragt. Die Umfrage wurde vom 23. bis zum 25. März  2020  durchgeführt.

  • insgesamt  haben sich vom 23. bis 25. März 4.895 Betriebe an der Befragung beteiligt
  • davon 119 Betriebe aus dem Bäckerhandwerk

Die Ausbreitung des Corona-Virus in Deutschland hat im Bäckerhandwerk zu teilweise drastischen Einbrüchen  beim Umsatz geführt.  So berichten  aktuell  über 70 % der Befragten von  zunehmenden coronabedingten Auswirkungen auf den Umsatz. Eine Zusammenfassung mit Grafiken steht Ihnen weiter unten als Download zur Verfügung.

Umsatz- und Nachfragerückgänge

Viele der befragten Bäckereien leiden unter Umsatz- und Nachfragerückgängen. Aufträge werden storniert. Insgesamt berichten über 80 % der befragten Betriebe von Stornierungen.

Fehlende Mitarbeiter in vielen Betrieben

Zudem fehlen in vielen Betrieben Mitarbeiter/-innen, weil sie an dem Virus erkrankt sind, unter Quarantäne stehen oder aufgrund der geschlossenen Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen nicht zur Arbeit kommen können. Für mehr als 40 % der befragten Bäcker wirkt sich die Corona-Krise auf die Personalkapazitäten aus.

Im Vergleich zur Vorwoche haben die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Geschäfte des Bäckerhandwerks noch einmal zugenommen: 75 % der befragten Bäcker melden, dass sich der Umsatzrückgang innerhalb einer Woche verstärkt hat. Hinzu kommen 58 %, die von zunehmenden Auswirkungen auf die Auftragslage berichten, und 21 %, deren verfügbare Personalkapazitäten nochmals zurückgegangen sind. Die Verfügbarkeit von Materialien, Vorprodukten, Komponenten und Betriebsmitteln ist bei über 76 % der befragten Bäcker unverändert stabil.

Betriebe im Deutschen Bäckerhandwerk passen sich der Situation an

Die Betriebe im Deutschen Bäckerhandwerk passen sich der herausfordernden wirtschaftlichen Situation an und haben bereits verschiedene Maßnahmen umgesetzt oder geplant, um auf die herausfordernden Umstände der Corona-Krise zu reagieren.

Im Bäckerhandwerk benennen 51 % der Betriebe den Abbau von Arbeitszeitkonten als geeignetes Mittel, 50 % die Anordnung von Urlaub für die Beschäftigten und 56 % die Beantragung von Kurzarbeitergeld für (Teile) der Belegschaft. Darüber hinaus ist für 16% die Kündigung von Mitarbeitern vorstellbar und für 9,2 % die vorübergehende Schließung des eigenen Betriebs. Weiterhin gaben einige Betriebe unter dem Punkt sonstiges an vorerst auf den Aufbau von Minusstunden zu setzen, die Öffnungszeiten zu verändern oder aber auch in einem angepassten Schichtsystem zu arbeiten.

Welche Unterstützungsinstrumente?

Um die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen zu überstehen, sind für das Bäckerhandwerk vor allem nicht zurückzahlbare Zuschüsse das Mittel der Wahl, wenn sie sich ein Unterstützungsinstrument aussuchen dürften (65 %). Aufgrund der kleinteiligen Struktur würden vielen Betrieben bspw. Darlehen oder Kredite, die von 30 % genannt werden, nur bedingt nützen. Vielfach wird befürchtet, diese auch nach der Überwindung der wirtschaftlichen Schwächephase nicht zurückzahlen zu können. Überwiegend begrüßt werden zudem die zumindest zum Teil bereits umgesetzten Erleichterungen beim Kurzarbeitergeld (61 %) sowie die vorgesehenen Steuerstundungen (44 %).  
 
Unter dem Punkt Sonstiges wurde zudem genannt: Absenkung der Pachtkosten; Bürokratieentlastung; Kurzfristige Lohnst. und SV-Erleichterung.

 

 

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